Vorgestern stand ich in der Küche und hörte plötzlich einen ohrenbetäubenden Lärm, ein Gekreische und Gequieke, dazu das Schreien von Krähen. Als ich aus dem Fenster schaute konnte ich eine Krähe sehen, die auf der Mauer saß und keifte. Ich vermutete, dass die Krähen in geballter Kraft ein kleines Kätzchen attakierten, so hörte es sich an, also öffnete ich das Küchenfenster und verscheuchte die Angreifer. Ich ging dann um das Haus herum, um zu sehen, ob das Opfer noch da war. Hinter dem Haus ist ein schmaler Rasenstreifen und ein paar Büsche und in einem der Büsche hockte ganz still eine Krähe. Also kein Kätzchen. Ich vermute, dass diese Krähe verletzt war und schwach und deshalb von ihren Artgenossen angegriffen wurde. Ich war mir sicher, dass der Vogel über Nacht sterben würde. Am nächsten Morgen ging ich mit Miss Hazel nachschauen. Ich nahm sie mit, weil ich mich allein traute, weil ich wusste, dass die Krähe tot sein wurde. Miss Hazel war hinter mir und gab mir Rückendeckung als ich um die Ecke schielte. Da lag sie, tot auf dem Gras. Hat sich ein Stückchen aus dem Busch herausgetraut, aber vielleicht passierte das auch im Todeskampf. Es hatte etwas aus einem Horrorfilmszenario. Deepak sprach ein Gebet und dann wurde die Leiche entsorgt. Den Tatort hab ich seitdem nicht mehr aufgesucht. RIP Krähe.
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Wednesday, September 30, 2009
Friday, September 4, 2009
Sri Susanne
Ich hab mir soeben auf Spiegel Online die Bilder von Michael Jacksons Trauerfeier angeschaut. Haben sich eigentlich alle aus der Familie die Nase operieren lassen? Wie sind denn seine Kinder zu ihren schmalen Nasen gekommen? Selbst die Nasenspitze von MJs Arzt ist spitz. Vielleicht ist er ja der Vater der Kinder? Oder ist Michaels Nasen-Gen rezessiv? Da fällt mir ein, dass ich übrigens einen Vorschlag für das Unwort des Jahres habe: Propofol!! Ich kann es nicht mehr hören! Oder besser gesagt lesen.
Heut ist in Indien ein von der Regierung verordneter Feiertag, da gestern der Ministerpräsident von Andhra Pradesh mit einem Helikopter abgestürzt ist. Feiertag ist demzufolge nicht das richtige Wort, schließlich sind wir heut dazu angehalten, um den Guten zu trauern. Aus diesem Grund habe ich mich heut morgen nach dem Yoga auch gleich nochmal hingelegt. Ich fand, dass ich nur im Liegen angemessen trauern konnte.
Heut morgen war ich zum letzten Mal beim Yoga-Anfängerkurs und da meine Co-Teilnehmer schlapp gemacht haben, war ich allein da. Nun gut, ich muss zugeben, dass ich von 12 Kursstunden auch eine verpasst habe. Das war gestern. Ich war zu erschöpft, um 5:17 Uhr aufzustehen. Da ich nun heut als einzige zum Kurs kam, wurde ich in die Open Class gesteckt. Es war gut, auch wenn ich fand, dass der Yoga-Lehrer es auf mich abgesehen hatte. Diesen Yoga-Lehrer kannte ich noch nicht, er war so ein Horst-Schlämmer-Typ, nur eben dünn und in braun. Von allen 15 Schülern, hat er standig meine Positionen korrigiert, was okay ist, schließlich bin ich Anfänger und will es auch richtig machen. Aber ich fand er hat mir zu viel Aufmerksamkeit zugewendet. Es gab noch andere dicke indische Frauen und alte indische Männer, die die Übungen noch falscher gemacht haben als ich. Aber die hat er nicht korrigiert. Woran liegt das nun? Daran, dass ich so strahle und aus der Masse heraussteche? Vielleicht sieht er in mir auch ein verborgenes Yoga-Talent und möchte mich besonders fördern. Vielleicht sieht er etwas, das ich noch nicht sehe? Vielleicht weiß er, was das Universum mit mir noch vorhat? Vielleicht kann er schon erkennen, dass ich bald meinen eigenen Ashram habe und als Yogi Münzberg oder Sri Susanne die Kunst des Yogas lehre. Schaun ma mal, was aus mir wird. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Heut ist in Indien ein von der Regierung verordneter Feiertag, da gestern der Ministerpräsident von Andhra Pradesh mit einem Helikopter abgestürzt ist. Feiertag ist demzufolge nicht das richtige Wort, schließlich sind wir heut dazu angehalten, um den Guten zu trauern. Aus diesem Grund habe ich mich heut morgen nach dem Yoga auch gleich nochmal hingelegt. Ich fand, dass ich nur im Liegen angemessen trauern konnte.
Heut morgen war ich zum letzten Mal beim Yoga-Anfängerkurs und da meine Co-Teilnehmer schlapp gemacht haben, war ich allein da. Nun gut, ich muss zugeben, dass ich von 12 Kursstunden auch eine verpasst habe. Das war gestern. Ich war zu erschöpft, um 5:17 Uhr aufzustehen. Da ich nun heut als einzige zum Kurs kam, wurde ich in die Open Class gesteckt. Es war gut, auch wenn ich fand, dass der Yoga-Lehrer es auf mich abgesehen hatte. Diesen Yoga-Lehrer kannte ich noch nicht, er war so ein Horst-Schlämmer-Typ, nur eben dünn und in braun. Von allen 15 Schülern, hat er standig meine Positionen korrigiert, was okay ist, schließlich bin ich Anfänger und will es auch richtig machen. Aber ich fand er hat mir zu viel Aufmerksamkeit zugewendet. Es gab noch andere dicke indische Frauen und alte indische Männer, die die Übungen noch falscher gemacht haben als ich. Aber die hat er nicht korrigiert. Woran liegt das nun? Daran, dass ich so strahle und aus der Masse heraussteche? Vielleicht sieht er in mir auch ein verborgenes Yoga-Talent und möchte mich besonders fördern. Vielleicht sieht er etwas, das ich noch nicht sehe? Vielleicht weiß er, was das Universum mit mir noch vorhat? Vielleicht kann er schon erkennen, dass ich bald meinen eigenen Ashram habe und als Yogi Münzberg oder Sri Susanne die Kunst des Yogas lehre. Schaun ma mal, was aus mir wird. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Wednesday, August 26, 2009
♥YOGA♥
Gestern hatte ich meine sechste Yoga-Stunde. Halbzeit. Oder auch Bergfest. Yoga ist toll. Ich hätte es nicht gedacht, dass es tatsächlich so wahnsinnig entspannend ist und dass man Erfolge nach so kurzer Zeit sieht. Bin immer noch ganz überrascht von der Tatsache, dass ich meine Handflächen wieder zur Hälfte den Boden berühren, wenn ich mich nach unten beuge. Außerdem hatte ich bei der Doppel-Atmung festgestellt, dass das Luftholen durch mein rechtes Nasenloch schwerer ist als durch das linke. Doch mittlerweile ist auch das wieder ausgeglichen. Darum geht es ja beim Yoga - um die Balance. Wenn man die Übungen korrekt ausführt, macht es der Körper fast von allein, als ob er dafür konstruiert wurde. Das ist unglaublich faszinierend.
Die Yoga-Lehrerin erklärte uns, dass auch die Ernährung ein wichtiger Teil des Yogas ist. Kein schweres Essen, nichts Frittiertes, nicht zu süß, nicht zu scharf, keine Zwiebeln, kein Knoblauch und keine Tiere. Denn jedes Mal, wenn wir ein Tier essen, nehmen wir die Angst, die das Tier beim Töten empfunden hat, in uns auf. Nun werden einige sagen: Papperlapp. Humbug. Sowas gibt es nicht. Hmm, aber macht man sich nicht auf Gedanken, welches Einfluss genmanipulierte Lebensmittel auf den Körper haben? Und haben nicht auch Kinder von Kriegsgefangenen, die Hunger leiden mussten, ein gestörtes Essverhalten, obwohl es Ihnen nie an etwas gefehlt hat? Sind die Information in den Genen der Eltern gespeichert und auf die Kinder übertragen worden?
Kann man also Angst essen? Am Freitag hat mich dieses Thema so beschäftigt, dass ich mich gleich vegetarisch ernährt habe. Vielleicht kann man die Angst auch schmecken? Gestern hatte ich Hühnchen von KFC und das hat so gut geschmeckt, dass ich mir sicher bin, dass dieses Huhn glücklich gestorben ist. Am Abend hatte ich Chicken Biryani, bei dem das Fleisch nicht so gut war. und ich schiebe das auf die Angst, die dem Vogel buchstäblich in die Knochen gekrochen ist.
Ich werde an diesem Thema dranbleiben und euch auf dem Laufenden halten. Wer möchte kann sich hier die Homepage des Sivananda Yoga Centers anschauen. Ohm, shanti, shanti, shantihiii...
Die Yoga-Lehrerin erklärte uns, dass auch die Ernährung ein wichtiger Teil des Yogas ist. Kein schweres Essen, nichts Frittiertes, nicht zu süß, nicht zu scharf, keine Zwiebeln, kein Knoblauch und keine Tiere. Denn jedes Mal, wenn wir ein Tier essen, nehmen wir die Angst, die das Tier beim Töten empfunden hat, in uns auf. Nun werden einige sagen: Papperlapp. Humbug. Sowas gibt es nicht. Hmm, aber macht man sich nicht auf Gedanken, welches Einfluss genmanipulierte Lebensmittel auf den Körper haben? Und haben nicht auch Kinder von Kriegsgefangenen, die Hunger leiden mussten, ein gestörtes Essverhalten, obwohl es Ihnen nie an etwas gefehlt hat? Sind die Information in den Genen der Eltern gespeichert und auf die Kinder übertragen worden?
Kann man also Angst essen? Am Freitag hat mich dieses Thema so beschäftigt, dass ich mich gleich vegetarisch ernährt habe. Vielleicht kann man die Angst auch schmecken? Gestern hatte ich Hühnchen von KFC und das hat so gut geschmeckt, dass ich mir sicher bin, dass dieses Huhn glücklich gestorben ist. Am Abend hatte ich Chicken Biryani, bei dem das Fleisch nicht so gut war. und ich schiebe das auf die Angst, die dem Vogel buchstäblich in die Knochen gekrochen ist.
Ich werde an diesem Thema dranbleiben und euch auf dem Laufenden halten. Wer möchte kann sich hier die Homepage des Sivananda Yoga Centers anschauen. Ohm, shanti, shanti, shantihiii...
Monday, August 17, 2009
Ohm, Shanti, Shanti, Shanti, Ooooooooohhhhm
Gerade bin ich zurück von meiner ersten Yoga-Stunde hier in Indien. Endlich (endlich!!) habe ich es auch geschafft. Die Entscheidung traf ich ziemlich spontan, genaugenommen heut morgen um 5:09 Uhr als mein Handy mich mit dem Küsschenlied vom Traumzauberbaum weckte und das Gefühl übermächtig wurde, dass ich es tatsächlich schaffe, aufzustehen, um pünktlich um 6 Uhr beim Anfängerkurs aufzutauchen. In letzter Zeit fühle ich mich gestresst, es ist eher eine innere Unruhe oder auch emotionaler Stress (für den ich einzig und allein selbst verantwortlich bin). Ich beschloss dem entgegenzuwirken und entschied mich für Yoga, vor allem aber auch angespornt durch meine Schweizer Nachbarin Christa, die so sehr davon schwärmt. Der Anfängerkurs begann heut um 6 Uhr morgens, ein weiterer Kurs beginnt am 31. August, allerdings ist der erst 9.30 Uhr, ein wenig zu spät für mich. Aber ob ich schaffen würde, vier Mal pro Woche 6 Uhr morgens auf der Matte zu stehen? Ich zweifelte an meiner Kondition und kann ebenso jetzt nur von meinem guten Willen ausgehen, dass ich das in den nächsten Wochen durchhalte.
Gestern traf ich die Entscheidung, es einfach zu probieren. Der dreiwöchige Kurs plus eine Woche freies Training kosten mich 1200 Rupien, was umgerechnet etwa 18 Euro sind. Ich glaube das ist schon relativ teuer für Indien, aber die Kurse sind in Englisch und das Yoga-Zentrum sieht schlichtweg vertrauenswürdig und professionell aus. Gestern am späten Nachmittag, sagte ich zu mir: "Ab morgen mach ich Yoga, obwohl es um 6 Uhr morgens stattfindet." Ich rief an und man erklärte mir, dass ich einfach kommen könnte und mich 10 Minuten vor dem Kurs registrieren könnte. Oder aber ich komme am Abend vorher, aber.. unter uns... obwohl ich den Entschluss gefasst hatte, war noch ein kleiner winziger Funke in mir, der damit rechnete, dass ich nicht aus dem Bett kommen würde. Trotzdem fühlte ich mich mit meiner Entscheidung gleich besser. Ich schwöre es, ich konnte die Energie schon spüren! Heut morgen kurz nach 5 Uhr war dieser Funke zu einem kleinen Lagerfeuer entfacht, aber ich dachte: Jetzt oder nie!, löschte den Brand mit viel Enthusiasmus und sprang aus dem Bett.
Im Grunde genommen, war diese erste Yoga-Stunde perfekt bis auf die Mosquitos. Die kleinen Biester haben mein Shanti gestört. Abgesehen vom Juckreiz, dachte ich an all die Krankheiten, die nun nach meiner ersten Yoga-Stunde auf mich zukommen können. Dengue-Fieber, Malaria, Chikungunya und vielleicht wird sogar die Schweinegrippe von Mosquitos übertragen. Wer weiß... Morgen bin ich schlauer, da weiß ich, dass ich Mückenabschreckungsmittel nicht vergessen darf. Mit mir sind noch zwei weitere junge Frauen im Kurs, eine heißt Roopa (wie unsere frühere Maid) und den Namen der zweiten hab ich schon vergessen. Der war zu lang. Ein junger Mann ist auch noch im Kurs, Arun heißt er, wie Merles Mann, dementsprechend einfach ist er für mich zu merken. Es begann erstmal mit Liegen und Atmen, dann ein Gebet - Ohm, Shanti, Shanti, Shanti, Ohm - und ein paar Übungen für die Augen und Kopf, zwischendurch viel Atmen und schließlich der Sonnengruß. Ich erinnerte mich, dass ich das auch schon mal in Dresden beim Unisport machte, aber der Yoga-Kurs war alles andere als empfehlenswert, doch zumindest kam mir das Vorwissen zu Gute. Ich glaube ich hab mich nicht ganz so blöd angestellt. Allerdings musste ich feststellen, dass von meiner Flexibilität, die ich vor 10 Jahren noch beim Tanzen hatte, einiges eingebüßt habe. Ich bin jedoch mehr als zuversichtlich, dass das alles wiederkommt. Der zweite Sonnengruß klappte auch schon besser als der erste und die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Zum Abschluss wurde nochmal ganz lange und viel geatmet und in meinen Erinnerungen sah ich mich in der Sportbaracke auf dem Unigelände einschlafen. Das ist mir dort jedes Mal passiert. Heut übrigens auch Roopa. :-)
Schließlich noch ein letztes Ohm, Shanti, Shanti, Shanti, Ooooooooohhhhm und ich fuhr wieder heim. Was soll ich sagen? Ich fühle es schon. Ich fühle bereits wie die Energie fließt. Das Universum vereint in Geist und Körper! Das kann nur gut werden!! Ich bin und ich werde YOGA!!
Gestern traf ich die Entscheidung, es einfach zu probieren. Der dreiwöchige Kurs plus eine Woche freies Training kosten mich 1200 Rupien, was umgerechnet etwa 18 Euro sind. Ich glaube das ist schon relativ teuer für Indien, aber die Kurse sind in Englisch und das Yoga-Zentrum sieht schlichtweg vertrauenswürdig und professionell aus. Gestern am späten Nachmittag, sagte ich zu mir: "Ab morgen mach ich Yoga, obwohl es um 6 Uhr morgens stattfindet." Ich rief an und man erklärte mir, dass ich einfach kommen könnte und mich 10 Minuten vor dem Kurs registrieren könnte. Oder aber ich komme am Abend vorher, aber.. unter uns... obwohl ich den Entschluss gefasst hatte, war noch ein kleiner winziger Funke in mir, der damit rechnete, dass ich nicht aus dem Bett kommen würde. Trotzdem fühlte ich mich mit meiner Entscheidung gleich besser. Ich schwöre es, ich konnte die Energie schon spüren! Heut morgen kurz nach 5 Uhr war dieser Funke zu einem kleinen Lagerfeuer entfacht, aber ich dachte: Jetzt oder nie!, löschte den Brand mit viel Enthusiasmus und sprang aus dem Bett.
Im Grunde genommen, war diese erste Yoga-Stunde perfekt bis auf die Mosquitos. Die kleinen Biester haben mein Shanti gestört. Abgesehen vom Juckreiz, dachte ich an all die Krankheiten, die nun nach meiner ersten Yoga-Stunde auf mich zukommen können. Dengue-Fieber, Malaria, Chikungunya und vielleicht wird sogar die Schweinegrippe von Mosquitos übertragen. Wer weiß... Morgen bin ich schlauer, da weiß ich, dass ich Mückenabschreckungsmittel nicht vergessen darf. Mit mir sind noch zwei weitere junge Frauen im Kurs, eine heißt Roopa (wie unsere frühere Maid) und den Namen der zweiten hab ich schon vergessen. Der war zu lang. Ein junger Mann ist auch noch im Kurs, Arun heißt er, wie Merles Mann, dementsprechend einfach ist er für mich zu merken. Es begann erstmal mit Liegen und Atmen, dann ein Gebet - Ohm, Shanti, Shanti, Shanti, Ohm - und ein paar Übungen für die Augen und Kopf, zwischendurch viel Atmen und schließlich der Sonnengruß. Ich erinnerte mich, dass ich das auch schon mal in Dresden beim Unisport machte, aber der Yoga-Kurs war alles andere als empfehlenswert, doch zumindest kam mir das Vorwissen zu Gute. Ich glaube ich hab mich nicht ganz so blöd angestellt. Allerdings musste ich feststellen, dass von meiner Flexibilität, die ich vor 10 Jahren noch beim Tanzen hatte, einiges eingebüßt habe. Ich bin jedoch mehr als zuversichtlich, dass das alles wiederkommt. Der zweite Sonnengruß klappte auch schon besser als der erste und die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Zum Abschluss wurde nochmal ganz lange und viel geatmet und in meinen Erinnerungen sah ich mich in der Sportbaracke auf dem Unigelände einschlafen. Das ist mir dort jedes Mal passiert. Heut übrigens auch Roopa. :-)
Schließlich noch ein letztes Ohm, Shanti, Shanti, Shanti, Ooooooooohhhhm und ich fuhr wieder heim. Was soll ich sagen? Ich fühle es schon. Ich fühle bereits wie die Energie fließt. Das Universum vereint in Geist und Körper! Das kann nur gut werden!! Ich bin und ich werde YOGA!!
Sunday, May 3, 2009
Blumen in der Rikscha
Eine Rikscha-Fahrt ist lustig, eine Rikscha-Fahrt ist schön... Holla hi, holla ho usw. Nun ja, wahrscheinlich bin ich die Einzige, die nun einen Ohrwurm hat. Vor kurzem erzählte ein deutscher Mann mit viel Körperbehaarung und dicken fetten Goldringen, dass sein Kollege Indien verlassen musste, weil durch die schlechten Straßen mit den vielen Schlaglöchern seine Wirbelsäule unverhältnismäßig oft und stark gestaucht wurde. Seitdem ich diese Geschichte gehört habe, muss jedes Mal an meine Wirbelsäule denken, wenn ich auf der Rückbank der Auto-Rikscha mal wieder ordentlich durchgerüttelt werde.
Es gibt zwei Fahrten, die mir in besonders schlechter Erinnerung geblieben sind. Nummer eins war auf dem Weg zurück vom Einkaufszentrum Spencer's Plaza in meinen ersten vier Wochen hier in Chennai. Der Fahrer nahm jedes Schlagloch, jeden Speed Bumper, jede noch so kleine Unebenheit mit, die es auf der Strecke gab. Als ich das hier schrieb, musste ich erstmal Speed Bumper nachschlagen, da ich nicht sicher war, wie ich dieses Wort übersetzen sollte. Dabei stellte ich fest, dass es Speed Bumper gar nicht gibt, es gibt nur Speed Bumps und das heißt übersetzt: Aufpflasterung, Rüttel-, Beruhigungs-, Brems- oder auch Bodenschwelle. Es ist Fahrbahnhöcker oder auch ein kleiner Bremshügel. Der Sinn dieser Speed Bumper (ich schwöre, alle sagen hier Bumper und nicht Bumps) ist, den Verkehr zu beruhigen. Wie auch immer, ich schlug meinen Kopf am Dach, stoß mein Knie an Metall vor mir und wurde hin- und hergeschüttelt.
Die zweite Erfahrung, verursachte nur einen kleinen blauen Fleck am Bein, aber noch viel, viel schlimmer, unendlich viele kleine Herzattacken. Ein Bus von rechts, ein Moped von links, Fußgänger mitten auf der Straße und die kleine Rikscha raste um Haaresbreite an allem vorbei, so nah, dass ich die Jasminblüten, die die Frauen in ihren Haaren haben, riechen konnte. Der Rikschafahrer fand alles urkomisch und kündigte in Swing-Manier mit einem Fingerschnipsen und Armzeig die Fahrtrichtung an. Ich musste die Augen zumachen, weil dieen halsbrecherischen Fahrstil nicht mehr mit anschauen konnte. Gerade das brachte ihn noch mehr zum Lachen. Ich stieg mit zitternden Beinen und schweren Herzens aus. Schwer war mein Herz nicht vor Kummer, sondern dadurch, dass ich in den vielen Schreckensmomenten öfter mal reflexartig die Luft anhielt.
Doch ein Donnerstag entschädigte mich für jegliche Horrorfahrten. Es war der 30. April und der nächste Tag, der erste Mai, ist auch hier in Indien ein Feiertag. Vielleicht war das der Grund, warum ich keine Rikscha bekam. Normalerweise muss ich nur einen Schritt aus dem Office tun auf die Straße tun und schon hält die erste Auto-Rikscha an. Nun ja, zumindest muss ich keine Minute warten. Aber an diesem Tag war es wie verhext, alle Riks waren schon besetzt. Es fuhren mindestens 20 an mir vorbei. Ich lief bis zur ersten Kreuzung vor und dort standen glücklicherweise auch 3 Autorikschas. An einer wurde geschraubt und die anderen beiden Autofahrer sprangen schon auf mich zu und wollte mir für die Strecke nach Thiruvanmiyur 250 Rupien abknöpfen. Nun ja, ich konnte ihn nur auf 130 runterhandeln, was für die Strecke immernoch 30 Prozent zuviel sind, aber es ist immer viel Verkehr am Abend und außerdem schien es an diesem Tag kaum eine freie Rikscha zu geben.
Ich saß also in meiner Rikscha und der Fahrer begann mit mir zu reden. Normalerweise sind die eher wortkarg. Wenn ich aussteige, sage ich immer höflich Danke, auch wenn ich wahrscheinlich die Einzige bin, die das macht. Die Konversation war sehr eher bruchstückartig. Ich versuchte zu verstehen, was er mich fragte und er versuchte zu verstehen, was ich antwortete. Nach 35 Minuten Auto-Rikscha-Fahrt wusste ich alles über sein Leben, wie lange er schon Rikscha fährt, wann er geheiratet hat, wie seine Frau heißt, wie alt sie ist, den Namen seines Sohnes und den errechneten Geburtstermin seines zweiten Kindes.
Irgendwie war es schön. Wir hatten uns an diesem Abend beide gefunden, obwohl wir nur mit Mühe und Not verstanden, was der eine vom anderen wollte. Wir waren gerade auf einer dicht befahrenen Straße, als er plötzlich angeregt einen anderen Rikscha-Fahrer rief. Er erklärte mir, dass das sein Onkel sei und wir holten auf, so dass wir neben dem Onkel standen. Sundar, mein Rikscha-Fahrer, stellte mir seinen "Uncle" vor und ich sagte das Tamil-Wort für Onkel, "Mamma". Das fanden alle sehr lustig und die Frau, die in der Rikscha des "Mammas" saß, schnitt von ihren Jasminblüten ein paar ab und schenkte sie mir. Ich weiß, es ist nur eine Kleinigkeit, aber diese Handvoll Blüten machten so viele schlechte Tage wett.
Es gibt zwei Fahrten, die mir in besonders schlechter Erinnerung geblieben sind. Nummer eins war auf dem Weg zurück vom Einkaufszentrum Spencer's Plaza in meinen ersten vier Wochen hier in Chennai. Der Fahrer nahm jedes Schlagloch, jeden Speed Bumper, jede noch so kleine Unebenheit mit, die es auf der Strecke gab. Als ich das hier schrieb, musste ich erstmal Speed Bumper nachschlagen, da ich nicht sicher war, wie ich dieses Wort übersetzen sollte. Dabei stellte ich fest, dass es Speed Bumper gar nicht gibt, es gibt nur Speed Bumps und das heißt übersetzt: Aufpflasterung, Rüttel-, Beruhigungs-, Brems- oder auch Bodenschwelle. Es ist Fahrbahnhöcker oder auch ein kleiner Bremshügel. Der Sinn dieser Speed Bumper (ich schwöre, alle sagen hier Bumper und nicht Bumps) ist, den Verkehr zu beruhigen. Wie auch immer, ich schlug meinen Kopf am Dach, stoß mein Knie an Metall vor mir und wurde hin- und hergeschüttelt.
Die zweite Erfahrung, verursachte nur einen kleinen blauen Fleck am Bein, aber noch viel, viel schlimmer, unendlich viele kleine Herzattacken. Ein Bus von rechts, ein Moped von links, Fußgänger mitten auf der Straße und die kleine Rikscha raste um Haaresbreite an allem vorbei, so nah, dass ich die Jasminblüten, die die Frauen in ihren Haaren haben, riechen konnte. Der Rikschafahrer fand alles urkomisch und kündigte in Swing-Manier mit einem Fingerschnipsen und Armzeig die Fahrtrichtung an. Ich musste die Augen zumachen, weil dieen halsbrecherischen Fahrstil nicht mehr mit anschauen konnte. Gerade das brachte ihn noch mehr zum Lachen. Ich stieg mit zitternden Beinen und schweren Herzens aus. Schwer war mein Herz nicht vor Kummer, sondern dadurch, dass ich in den vielen Schreckensmomenten öfter mal reflexartig die Luft anhielt.
Doch ein Donnerstag entschädigte mich für jegliche Horrorfahrten. Es war der 30. April und der nächste Tag, der erste Mai, ist auch hier in Indien ein Feiertag. Vielleicht war das der Grund, warum ich keine Rikscha bekam. Normalerweise muss ich nur einen Schritt aus dem Office tun auf die Straße tun und schon hält die erste Auto-Rikscha an. Nun ja, zumindest muss ich keine Minute warten. Aber an diesem Tag war es wie verhext, alle Riks waren schon besetzt. Es fuhren mindestens 20 an mir vorbei. Ich lief bis zur ersten Kreuzung vor und dort standen glücklicherweise auch 3 Autorikschas. An einer wurde geschraubt und die anderen beiden Autofahrer sprangen schon auf mich zu und wollte mir für die Strecke nach Thiruvanmiyur 250 Rupien abknöpfen. Nun ja, ich konnte ihn nur auf 130 runterhandeln, was für die Strecke immernoch 30 Prozent zuviel sind, aber es ist immer viel Verkehr am Abend und außerdem schien es an diesem Tag kaum eine freie Rikscha zu geben.
Ich saß also in meiner Rikscha und der Fahrer begann mit mir zu reden. Normalerweise sind die eher wortkarg. Wenn ich aussteige, sage ich immer höflich Danke, auch wenn ich wahrscheinlich die Einzige bin, die das macht. Die Konversation war sehr eher bruchstückartig. Ich versuchte zu verstehen, was er mich fragte und er versuchte zu verstehen, was ich antwortete. Nach 35 Minuten Auto-Rikscha-Fahrt wusste ich alles über sein Leben, wie lange er schon Rikscha fährt, wann er geheiratet hat, wie seine Frau heißt, wie alt sie ist, den Namen seines Sohnes und den errechneten Geburtstermin seines zweiten Kindes.
Irgendwie war es schön. Wir hatten uns an diesem Abend beide gefunden, obwohl wir nur mit Mühe und Not verstanden, was der eine vom anderen wollte. Wir waren gerade auf einer dicht befahrenen Straße, als er plötzlich angeregt einen anderen Rikscha-Fahrer rief. Er erklärte mir, dass das sein Onkel sei und wir holten auf, so dass wir neben dem Onkel standen. Sundar, mein Rikscha-Fahrer, stellte mir seinen "Uncle" vor und ich sagte das Tamil-Wort für Onkel, "Mamma". Das fanden alle sehr lustig und die Frau, die in der Rikscha des "Mammas" saß, schnitt von ihren Jasminblüten ein paar ab und schenkte sie mir. Ich weiß, es ist nur eine Kleinigkeit, aber diese Handvoll Blüten machten so viele schlechte Tage wett.
Thursday, March 5, 2009
The German Web Master
Das Fasten bringt mich dieses Jahr noch um. Es ist so schwer dieses Mal. Besonders diese no-outside-food-Angelegenheit schlägt mir - im wahrsten Sinne des Wortes - auf den Magen. Das ist so unsozial und furchtbar anstrengend. Natürlich kann ich mitgehen, wenn andere essen gehen, aber dabei läuft nicht nur mir das Wasser im Mund zusammen, ich kann ebenso die mitleidigen Blicke der anderen spüren und habe ein schlechtes Gewissen, dass sie sich stellvertretend für mich schlecht fühlen. Ich glaube ich stiere auch auf das Essen anderer Leute, was das Ganze nicht weniger unangenehm für alle Beteiligten macht.
Ich weiß leider nicht mehr, woher ich es habe, ob es nun Pfarrer Goldhahn der Martin-Luther-Kirche in Dresden gesagt hatte oder ob ich es irgendwo gelesen habe, aber ich meine mich erinnern zu können, dass man das Fasten jemandem widmen kann. Genau das habe ich dieses Jahr getan und wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich so leide. Denn die Person, der ich es widme, leidet sehr. Hmmm... Nun ja, da muss ich jetzt durch. Was ich einmal anfangen habe, muss ich beenden.
Es wird wahrscheinlich ein bisschen schwierig werden, wenn ich meinen neuen Job beginne und nicht mit meinen Kollegen zum Lunch gehen kann. (War das nicht eine schöne Überleitung für meine neuesten Nachrichten? Anm. d. Red.) Am ersten April ist mein erster Arbeitstag und dann sind es auch nur noch elf Tage bis zum Ostersonntag. Ich bin dann, so steht es in meinem Arbeitsvertrag, ein German Web Master. Was für eine coole Bezeichnung ist das denn?!? Vielleicht kann ich mich dann mit dem neuen Job auch endlich wieder zum Milieu der Modernen Performer zählen. Ein neues hippes Handy hab ich schon, um wieder in diese Kategorie zu fallen.
An dieser Stelle muss ich euch jedenfalls unbedingt erzählen, wie ich an den neuen Job bekommen bin. Der ist mir nämlich einfach so zugeflogen, nachdem ich ihn beim Universum bestellt hatte. Also das war so: Melanie und Merle haben von diesem Buch erzählt: "Bestellungen beim Universum" von Bärbel Mohr. Dieses Handbuch zur Wunscherfüllung klärt zum Einen auf, dass man sich gewisse Dinge beim Universum bestellen kann und gibt zum Andreren gleichzeitig eine Anleitung dazu. Ich habe beschlossen, mir einen neuen Job zu bestellen. Allerdings fand ich es unprofessionell einfach etwas beim Universum zu bestellen, ohne die Anleitung gelesen zu haben, also kaufte ich das Buch auf Englisch online hier bei Landmark in Indien .
Meine erste Bestellung war noch etwas zurückhaltend: Der Job musste nicht mein Traumjob sein, er sollte flexibel und sehr gut bezahlt sein. Nun gut, letzteres war nicht ganz so zurückhaltend. Und dann es whooosh! gemacht und ich hatte ein Angebot. Eine Simone schrieb mich aus heiterem Himmel über Facebook an und fragte, ob ich Interesse hätte, sie suchten Expats für webbasierte Projekte. Es hat etwa drei Tage gedauert bis ich gecheckt hatte, dass Simone ein italienischer Männervorname ist. Bis dahin hatte ich angenommen, es mit einer Frau zu tun zu haben. Gott sei Dank, verwendet man ja die direkte Ansprache in Emails und mit "you" konnte ich also demnach nichts falsch machen.
Zu dem Informationsgespräch fand ich mich ganz besonders clever. Ja, ja, Eigenlob stinkt, aber für meinen genialen Einfall muss ich mich an dieser Stelle einfach mal selber loben. In einem der "Shopaholic"-Bücher, wozu auch gerade der Film herauskommt, beschreibt die Protagonistin, dass sie bei wichtigen Meetings, wie zum Beispiel einem Bewerbungsgespräch oder einer Pressekonferenz, immer eine Financial Times unter dem Arm hätte, weil eben jenes einen professionellen, interessierten und wissenden Eindruck hinterlässt. Also, was machte ich? Die Financial Times wäre wohl etwas unangebracht für eine IT-Firma gewesen, also beschloss ich meinen Laptop mitzunehmen. Und meine Lieben, ich glaube das hat wirklich geholfen. Mein Laptop hat als Accessoire mein professionelles Erscheinungsbild visuell unterstützt. Davon bin ich überzeugt.
Nach diesem Gespräch folgte ein weiteres im Chat bei Skype mit einem weiteren Director in London und nochmal whooosh! und ich hatte den Job. In drei Wochen geht es los und ich lass euch selbstverständlich wissen, wie ich mich als German Web Master so anstelle. Es sei denn ich stelle mich dumm an. In diesem Fall werde ich dann gekonnt schweigen und jeglichen Nachfragen spielerisch ausweichen.
Ich weiß leider nicht mehr, woher ich es habe, ob es nun Pfarrer Goldhahn der Martin-Luther-Kirche in Dresden gesagt hatte oder ob ich es irgendwo gelesen habe, aber ich meine mich erinnern zu können, dass man das Fasten jemandem widmen kann. Genau das habe ich dieses Jahr getan und wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich so leide. Denn die Person, der ich es widme, leidet sehr. Hmmm... Nun ja, da muss ich jetzt durch. Was ich einmal anfangen habe, muss ich beenden.
Es wird wahrscheinlich ein bisschen schwierig werden, wenn ich meinen neuen Job beginne und nicht mit meinen Kollegen zum Lunch gehen kann. (War das nicht eine schöne Überleitung für meine neuesten Nachrichten? Anm. d. Red.) Am ersten April ist mein erster Arbeitstag und dann sind es auch nur noch elf Tage bis zum Ostersonntag. Ich bin dann, so steht es in meinem Arbeitsvertrag, ein German Web Master. Was für eine coole Bezeichnung ist das denn?!? Vielleicht kann ich mich dann mit dem neuen Job auch endlich wieder zum Milieu der Modernen Performer zählen. Ein neues hippes Handy hab ich schon, um wieder in diese Kategorie zu fallen.
An dieser Stelle muss ich euch jedenfalls unbedingt erzählen, wie ich an den neuen Job bekommen bin. Der ist mir nämlich einfach so zugeflogen, nachdem ich ihn beim Universum bestellt hatte. Also das war so: Melanie und Merle haben von diesem Buch erzählt: "Bestellungen beim Universum" von Bärbel Mohr. Dieses Handbuch zur Wunscherfüllung klärt zum Einen auf, dass man sich gewisse Dinge beim Universum bestellen kann und gibt zum Andreren gleichzeitig eine Anleitung dazu. Ich habe beschlossen, mir einen neuen Job zu bestellen. Allerdings fand ich es unprofessionell einfach etwas beim Universum zu bestellen, ohne die Anleitung gelesen zu haben, also kaufte ich das Buch auf Englisch online hier bei Landmark in Indien .
Meine erste Bestellung war noch etwas zurückhaltend: Der Job musste nicht mein Traumjob sein, er sollte flexibel und sehr gut bezahlt sein. Nun gut, letzteres war nicht ganz so zurückhaltend. Und dann es whooosh! gemacht und ich hatte ein Angebot. Eine Simone schrieb mich aus heiterem Himmel über Facebook an und fragte, ob ich Interesse hätte, sie suchten Expats für webbasierte Projekte. Es hat etwa drei Tage gedauert bis ich gecheckt hatte, dass Simone ein italienischer Männervorname ist. Bis dahin hatte ich angenommen, es mit einer Frau zu tun zu haben. Gott sei Dank, verwendet man ja die direkte Ansprache in Emails und mit "you" konnte ich also demnach nichts falsch machen.
Zu dem Informationsgespräch fand ich mich ganz besonders clever. Ja, ja, Eigenlob stinkt, aber für meinen genialen Einfall muss ich mich an dieser Stelle einfach mal selber loben. In einem der "Shopaholic"-Bücher, wozu auch gerade der Film herauskommt, beschreibt die Protagonistin, dass sie bei wichtigen Meetings, wie zum Beispiel einem Bewerbungsgespräch oder einer Pressekonferenz, immer eine Financial Times unter dem Arm hätte, weil eben jenes einen professionellen, interessierten und wissenden Eindruck hinterlässt. Also, was machte ich? Die Financial Times wäre wohl etwas unangebracht für eine IT-Firma gewesen, also beschloss ich meinen Laptop mitzunehmen. Und meine Lieben, ich glaube das hat wirklich geholfen. Mein Laptop hat als Accessoire mein professionelles Erscheinungsbild visuell unterstützt. Davon bin ich überzeugt.
Nach diesem Gespräch folgte ein weiteres im Chat bei Skype mit einem weiteren Director in London und nochmal whooosh! und ich hatte den Job. In drei Wochen geht es los und ich lass euch selbstverständlich wissen, wie ich mich als German Web Master so anstelle. Es sei denn ich stelle mich dumm an. In diesem Fall werde ich dann gekonnt schweigen und jeglichen Nachfragen spielerisch ausweichen.
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